2 Chöre: modern und klassisch vierstimmig

Die Chorgemeinschaft Liederkranz Krumbach 1862 e. V. zählt zu den ältesten Kulturträgern in der Stadt Krumbach (Schwaben). Seit dem Beginn der Vereinstätigkeit am 30. Oktober 1862 wird gemäß dem Vereinszweck der Chorgesang gepflegt.

Inzwischen besteht der „Liederkranz Krumbach“ aus zwei Chören:

dem klassischen, vierstimmigen gemischten Chor unter der Leitung von Wolfram Seitz und …

seit 2011 der Abteilung „popCHORn“ unter der Leitung von Karl Schur.

Philosophie

Im Liederkranz wird der historische freiheitliche Grundgedanke (siehe weiter unten) gepflegt und aufrecht erhalten: “Bei uns sind alle gleich, ein oben und unten gibt es nicht.” Das führt zu einem besonderen gemeinschaftlichen Erlebnis! Studien zum Thema Gemeinschaft, Zugehörigkeit und Vertrauen belegen es: Gruppenerlebnisse bereichern und machen glücklich. Sänger und Sängerinnen zum Beispiel, die regelmäßig die Chorprobe besuchen, spüren diesen Effekt: Beim Singen mit anderen fällt der Ärger und Stress des Alltags ab, man fühlt sich wohl, integriert, geborgen. Wir sind ein traditionell geprägter, geselliger und innovativer Gesangverein.

 

Musik verbindet, singen im Chor besonders. Gemeinsames erleben vergrößert den Freundeskreis. Komm einfach zu einer unserer Chorproben!

Die Geschichte vom Liederkranz

Ihren Ursprung hatte die Männerchorbewegung in der 1809 von Carl Friedrich Zelter (1758-1832) in Berlin gegründeten „Liedertafel“. Schnell breitete sich ein engmaschiges Netz bürgerlicher Liedertafeln und Liederkränze aus, und das Chorsingen profilierte sich zur vorherrschenden Musikausübung. Die Idee, Männer unterschiedlicher Berufe und Stände im gemeinsamen Lied zu vereinen, machte Schule. Und so gab es in den 1820er bis 1840er Jahren eine regelrechte Gründungswelle von Gesangvereinen und Liederkränzen in Deutschland. Ein rasanter, in der Musikgeschichte bis heute beispielloser Aufstieg. Die zunehmende Vereinskultur gelangte mehr und mehr auch zu politischer Macht, denn neben der Musik verband die Sänger auch die gemeinsame Forderung nach nationaler Einheit und Freiheitsrechten wie Presse- und Meinungsfreiheit sowie der Überwindung von Standesunterschieden, was den Gesangvereinen und den parallel entstehenden Turnvereinen eine nicht unerhebliche Rolle im Vormärz zukommen ließ. Die Obrigkeit in den Fürstentümern beäugte diese großen Versammlungen daher mit ausgesprochenem Misstrauen, was dem Siegeszug des Männerchors jedoch keinen Abbruch tat. Einen ersten Höhepunkt erreichte diese Bewegung 1838 mit dem „Ersten Allgemeinen Deutschen Sängerfest“ in Frankfurt am Main. Hier trafen sich Gesangvereine mit insgesamt mehreren tausend Sängern aus ganz Deutschland, das damals als Deutscher Bund in viele Kleinstaaten zersplittert war. Zur wichtigsten Kommunikationsmöglichkeit wurden regionale wie überregionale Sängerfeste. In Metaphern verschlüsselt, konnte man unterdrückende Zustände anprangern und den Freiheitsgeist beschwören. Der Männerchor ist stets im Wandel, vor allem durch die Aufnahme von Frauen zu gemischten Chören. Es entstehen immer mehr junge, hochmotivierte Ensembles. Aber auch einige traditionelle Gesangvereine sind inzwischen wieder sehr gut aufgestellt und schaffen den Spagat zwischen musikalischem Anspruch und Geselligkeit unter Gleichgesinnten, der in den Chören seit über 200 Jahren eine entscheidende Rolle spielt. Dass die in Süddeutschland übliche Bezeichnung „Liederkranz“ das Ideal der Gleichheit versinnbildlicht, mag sich erst auf den zweiten Blick erschließen. Doch tatsächlich sind in einem Kranz alle gleich. So wie es keinen Anfang und kein Ende gibt, gibt es kein oben und unten. An dieser Gesinnung, aus einer bürgerlichen Initiative heraus in Freiheit und Frieden leben zu können, hat sich bis zum heutigen Tag nichts geändert.

Quelle: Fachzeitschrift Chorzeit – das Vokalmagazin, www.e-magazin.chorzeit.de, Ausgaben verschiedener Jahre.

Vorstand und Leitung

Vorsitzender

Siegfried Müller

Edmund-Zimmermann-Str. 72
86370 Thannhausen

Tel.: 08281/790222

Stellv. Vorsitzender

Clemens Kraus

Landauerstr. 39
86381 Krumbach

Tel.: 08282/880574

Chorleiter

Mag. Art. Wolfram Seitz

(A-Diplom-Kirchenmusiker)

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Stellv. Chorleiter

Wolfgang Kraus

Schriftführerin: Sigrid Stephan, Kassenwartin: Martina Bschorr, Notenwartin: Inge Wiegand

Beirat:  Margarete Widmann, Anita Ganz, Wilhelm Fischer, Friedrich Widmann

Chorleiter

Mag. Art. Wolfram Seitz (A-Diplom-Kirchenmusiker) wurde 1989 in Krumbach (Schwaben) geboren und wuchs in Thannhausen auf. Er erhielt seinen ersten Klavier- und Orgelunterricht beim dortigen Kirchenmusiker Robert Sittny. Es folgte Unterricht im Orgelspiel bei Peter Bader (Organist der Basilika von St. Ulrich und Afra, Augsburg), Bernhard Marx (Rottenburg/Neckar) und Johannes Mayr (Domorganist in Stuttgart). Schon während seiner Schulzeit, im Alter von 13 Jahren, war Wolfram Seitz Organist in Mindelzell  und Maria Vesperbild. Später wurde er Organist und Chorleiter in der Pfarreiengemeinschaft Ichenhausen mit vorwiegendem Dienst in Autenried, Rieden und Hochwang. Im Jahr 2010 begann Wolfram Seitz sein Studium der Kirchenmusik am Mozarteum in Salzburg, das er 2014 mit dem B-Diplom abschloss. Zum Wintersemester 2014 begann der junge Kirchenmusiker sein A-Diplomstudium, mit den Schwerpunkten Chorleitung, Komposition und wissenschaftliche Forschung der Gregorianik mit dem Thema „Die Antiphonen des 6. Modus“, das er zum Sommersemester 2016 mit „Auszeichnung“ abschloss. Zu seinen Dozenten am Mozarteum Salzburg gehörten Domorganist Prof. Dr. Heribert Metzger (Orgel), Prof. Karl Kamper (Chorleitung),  Prof. Kurt Estermann (Komposition) und  Mag. Franz Xaver Kainzbauer (Gregorianik). Während einer Gastprofessur  von Karl Jenkins in Salzburg konnte sich Wolfram Seitz im Rahmen mehrerer Kurse mitdessen Kompositionstechnik vertraut machen. Während seines Studiums in Salzburg leitete er diverse Chöre, u. a. den Universitätschor der Medizinischen Privatuniversität Paracelsus (PMU). Zudem besuchte er zahlreiche Meisterkurse, z. B. bei O. Latry in Paris, M. Radulescu in Wien und T. Koopman in Amsterdam sowie Dieter Falk in Düsseldorf. Seit mehreren Jahren konzertiert Wolfram Seitz im In- und Ausland. Dabei kamen auch bereits einige seiner eigenen Kompositionen zur Aufführung. Besonders stolz ist der Organist darauf, dass in das Orgelbuch zum neuen Gotteslob einige seiner Orgel-Vorspiele aufgenommen wurden. Im Juli 2014 hat Wolfram Seitz das Amt des Kirchenmusikers in der Pfarrei Heilig Geist in Günzburg übernommen und leitet somit auch das heilig geist ensemble. Seit September 2017 ist er auch musikalischer Leiter der Chorgemeinschaft Liederkranz Krumbach 1862 e. V.

Wir sind Mitglied im Chorverband Bayerisch-Schwaben e. V. (www.chorverband-cbs.de ),

Marktoberdorf.